MO - 2026.06.25
Montag abend bin ich beim Thomas angekommen. Mit dem Boot passierte noch nichts...
DI - 2026.06.26
Da ich am MI den Krantermin hatte habe ich/wir unter Thomas Anweisungen ein wenig Boots-Vorbereitungen durchgeführt:
- Plane entfernen, dieser ist fertig, nächstes Winter brauche ich was neues
- batt nachladen
- motor anstarten
- Salinge suchen (waren lose zw. Bordwand und Cockpit wtf)
- grob kisten die mitgegeben wurden durchgesehen
- Trailer-Reifen Luft prüfen und auf 3.5bar aufgepumpen...nur einer war bei 2.X bar, Rest passte
- Leinen checken, Festmacher identifizieren
- Boot aufräumen, unnötige Ersatzteile ausgelagert, Polster checken
- Schiffsmitte oberhalb der Wasserlinie Bläschen entdeckt. Osmose oder Lackreaktion. Da war Plane drüber und wo dann die Sonne draufschien, kamen diese raus.
MI - 2026.06.27
Als erstes wurde der Trailer befreit, dieser sank noch ein wenig über die Winterzeit ein. Das hieß Stützen und Keile mittels Wagenheber entfernen.
Bevor wir zum Hafen fuhren, sind wir zu der Waage einer Wertstoffstelle. Da wurde mir (für einen Obolus in die Kaffeekasse) mündlich das Gesamtgewicht (Trailer+Boot), nämlich 2.86T, mitgeteilt.
Unterwegs plumpste uns der Mast vom Stützholz (dieser landete im Cockpit) runter auf die vordere Reling, aber wir verloren nix und es ist auch kein Schaden (bis Steighilfe-Halterung gebrochen) entstanden. Die Stützbefestigung haben wir im Herbst reingetan damit die Plane schöner sitzt und vergessen wieder zu entfernen und den mast auf der reling zu befestigen.
Mit Panzertape haben wir fürs Rauskranen im Herbst die Gurtstellen markiert. Auch die Fender kamen zum Einsatz, Backskisten-Schloss vorher aufmachen ist auch ratsam um die Festmacher entnehmen zu können. Festmacher dann an die Klampen festgemacht.
Aufs Kranen mussten wir bis 14:00 ca warten. Als das Boot im Wasser war, wurde es per Hand zum Steg gezogen, Motorseeventil aufgemacht und Motor angestartet.
Temporärer Liegeplatz war nicht weit, Wind war auch günstig, so konnten wir vernünftig anlegen.
Zu den Bläschen sagt der Werftchef, dass das Lackreaktionen sind und nicht Osmose, muss aber im Herbst beigangen werden.
DO - 2026.06.28
Als Erstes checkten wir die Bilge, aber da war leider Wasser drinnen. Zu der Sache mache ich einen eigenen Beitrag.
Danach stellten wir den Mast, wobei da Thomas den Ton angab da ich sowas noch nie gemacht habe. Alles in allem ist das zu zweit gut durchführbar, man muss aber schon ein wenig Kraft mitbringen bis man den Mastfuss festschrauben kann. Mit der Rollfockanlage hatten wir unsere Probleme, da die Funktion noch nicht ganz klar ist.
Beim Maststellen benötigt man folgende Werkzeuge:
- 2x 13er (Mastfuß, Wanten-Spanner)
- 1x 17er (Wanten-Spanner)
- 1x 8er (Wanten-Draht)
- 2y 10er für Salinge am Mast ??
- Schraubenzieher um Wanten-Spanner gegenzuhalten
- Schlitzschraubenziher für Wanten festmachen bei den Salingen
Der Verbindungstecker mit den Stromleitungen in den Mast ist gebrochen und undicht, austauschen wäre gut!
Nachdem wir fertig waren, fanden wir raus, dass bei der Rollfockanlage ein Knoten bei der Stahlseil-Sorgeleine aufgegangen war und dass wir die Lazyjacks vergessen haben. Auch der UKW-PL-Stecker an der Mastspitze ging verloren, der Stecker war gar nicht gelötet sondern das Kabel nur reingefummelt.
FR - 2026.06.29
Um die fehlenden Sachen zu ergänzen, musste der Mast wieder in die horizontale. Thomas hatte die Idee, das Boot mitm Heck anlegen zu lassen, denn dann steht der gekippte Mast über dem Steg und man kann so leicht mit einer Leiter arbeiten.
Die Antenne, die beim Boot dabei war, vermisst irgendein Teil, weil so kann man die PL-Buchse nicht anschrauben.
Zum Glück war da RG58 eingezogen und der Thomas hatte einen PL Stecker und Lötgerät parat!
Mast ist wieder aufgerichtet. Was noch fehlt ist eine Leine fürs Gastlandflagge-Hissen, aber das wird heuer noch nicht notwendig sein.
Boot hat eine Schlagseite, weil die Backskiste so voll ist und auf der Gegenseite nichts.
Am Nachmittag verließ ich Barth und am Abend kam ich in Thüringen in ein Gewitter. Kurz vorm Ziel fuhr ich in einen Wald und ein Baum lag auf der Straße...mitten im Wald und niemand sonst da..mit Mühe und Not konnte ich den Baum so weit wegschleifen, dass ich vorbeikam...später blockierte die Polizei die Straße, weil der Sturm so schlimm war...komischerweise, obwohl der Sturm anhielt, ließ man die Autos nach 5min trotzdem weiterfahren und ich kam wohlbehalten beim zweiten Bootseigner an.
































